Kurzbiografie
Simon Rummel wurde 1978 in Trier geboren. Dort war er seit seinem achten Lebensjahr Sängerknabe, bis er 1999 ein Studium an der Musikhochschule Köln als Jungstudent bei dem englischen Jazzpianisten John Taylor aufnahm. Er war Schüler von Hans Lüdemann (Jazzklavier), Paulo Alvares (freie Improvisation), Johannes Fritsch (Komposition) und später an der Kunstakademie Düsseldorf von Georg Herold (freie Kunst). Neben seiner Arbeit als freischaffender Künstler war er acht Jahre Organist und Kantor einer evangelischen Gemeinde sowie Chorleiter und Band-Coach an der offenen Jazzhausschule Köln.
2003 gründete er mit befreundeten Musikern unterschiedlicher Genres das Kammerensemble „Fantasmofonika“, das er seither leitet und mit dem er einen Großteil seiner Kompositionen realisiert. Die Palette der aufgeführten Werke ist breit gefächert: Bearbeitungen von Werken der europäischen Tradition, Volksliedgut, kammermusikalischer Jazz, Uraufführungen neuer Musik, Improvisationskonzepte sowie experimentelles Musik- und Tanztheater wurden bisher an unterschiedlichen, teilweise sehr ungewöhnlichen Orten realisiert. 2003 erhielt das Ensemble eine Auszeichnung beim Festival „jazz-art“ (WDR). 2005 wurde durch die Bochumer Symphoniker und Eva-Maria Schieffer ein Blockflötenkonzert von Simon Rummel uraufgeführt.
Der Komponist versteht sich unter anderem als Klangforscher: 2006 führte er mit „Fantasmofonika“ eine einstündige Komposition für 18 Spieler an über 80 Gläsern auf, bei der es um die Suche nach unbekannten Klängen ging. Seine Erfahrungen als Bühnenmusiker u. a. beim Deutsch-Griechischen Theater oder der Company Blue Elephant, als Regieassistent bei der Jungen Kammeroper Köln sowie als Bühnenbildner für eine „König Arthus“ Produktion an der Tonhalle Düsseldorf verdeutlichen sein Interesse am Theater, das sich in eigenen experimentellen Musiktheaterstücken niederschlägt, bei denen Klang, Bild und Bewegung komponiert werden. Als Performancekünstler trat Simon Rummel u. a. 2006 im Kölner „maxim“ und im Museum Kunstpalast in Düsseldorf in Erscheinung.
Ein weiterer Aspekt seiner Arbeit ist die Forschung an der Schnittstelle von Partitur und Zeichnung bzw. Grafik. Im Jahr 2008 war er Stipendiat für Experimentalkomposition im Künstlerdorf Schöppingen.
Homepage
www.simonrummel.de
Trailer der Tanz-Performance "Soloparty" im Tanzhaus NRW, Düsseldorf (Blue Elephant Company).
Besetzung:
Concept, choreography, dance: In-Jung Jun
Music: Simon Rummel
Consultant for dramaturgy: Célestine Hennermann
Room: In-Jung Jun & Simon Rummel
Video: Oliver Griem
Light: Dimitar Evtimov