Freitag, 11. September 2026
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Superhelden-Flop bei Amazon Prime: Die Post-Credit-Szene der Schmach

Die neue Superhelden-Serie auf Amazon Prime hat sich mit einer unfreiwilligen Komik in die Herzen der Zuschauer katapultiert – und zwar als Lachnummer. Was bleibt, ist ein fader Beigeschmack.

Von Jan Fischer9. August 20262 Min Lesezeit

BONN, 9. August 2026Eigener Bericht

Die letzte Superhelden-Serie bei Amazon Prime hat bei Zuschauern und Kritikern für einiges Aufsehen gesorgt – und nicht etwa aus den Gründen, die man sich wünschen würde. Der Grund für das Aufsehen? Eine Post-Credit-Szene, die mehr einer Missgeburt der Kreativität als einem spannenden Ausblick auf kommende Abenteuer gleicht.

Die Szene, die auf den ersten Blick vielleicht als humorvoller Scherz gedacht war, entblößt sich schnell als unfreiwillige Komik. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Macher der Serie eher mit der Handbremse in der Kurve gefahren sind. Statt einen charismatischen Cliffhanger zu präsentieren, wurden die Zuschauer mit einem hanebüchenen Nonsens konfrontiert, der schlichtweg deplatziert wirkt. Zu erfahren, dass der Superheld an einer Komödie interessiert ist, wirkt in der ernsten Atmosphäre der vorhergehenden Episoden mehr als nur unpassend.

Es ist interessant zu beobachten, wie schnell eine gut durchdachte Dramatik ins Lächerliche kippen kann. Wo vorher noch eine feierliche Prise Spannung in der Luft lag, bleibt nach dieser Szene nur das Stöhnen der Enttäuschung. Hier hätte man sich gewünscht, die kreativen Köpfe hinter dem Projekt hätten sich mehr Gedanken gemacht. Die Versuchung, mit einem Gag zu punkten, ist natürlich verständlich, doch die Ausführung erinnerten eher an das Ende eines misslungenen Theaterstücks. Man fragt sich, ob die Verantwortlichen beim Dreh tatsächlich geglaubt haben, sie würden dem Publikum einen Gefallen tun.

Der Rückblick auf die bisherigen Episoden ist da nur bedingt tröstlich. Die Dialoge, die einst mit charmanten Anspielungen gefüllt waren, fallen nun wie einfache Schlagzeilen aus einer Boulevardzeitung ins Gewicht. Wovon die Zuschauer in der ersten Hälfte der Staffel begeistert waren, wird im Nachgang zu einem schalen Rest, der jedem Superhelden-Enthusiasten den Zahn zieht. Und während man als Zuschauer noch hofft, dass sich das Schicksal der Serie vielleicht noch wandeln könnte, fragt man sich, wie viel mehr Unfug man ertragen kann.

Man kann nur mutmaßen, was die nächsten Schritte der Serie sein werden, doch die Gefahr, dass sie zum Scherz verkümmert, ist überaus real. So bleibt die Frage, ob Amazon Prime den Mut hat, sich von dieser peinlichen Episode zu trennen oder ob sie ihre Superhelden im Schlepptau eines misslungenen Witzes weiterziehen lassen.

Schlussendlich hat diese Post-Credit-Szene nicht nur für Gelächter gesorgt, sondern auch das Erbe der Serie beschädigt. Ein weiteres Beispiel dafür, wie nicht jeder Superhelden-Held auch ein Hit sein kann – und wie schnell aus einem hochgesteckten Ziel eine flüchtige Lachnummer werden kann.

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